Dr. med. Konrad Dahlem
Facharzt für HNO-Heilkunde
 
Operative Therapiekonzepte
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Operative Therapiekonzepte
Operative Therapiekonzepte

Befreiung der Nasenatmung

Neues zur Nasenscheidewandoperation

 

Mikrochirurgisches Arbeiten!
Geringe Blutung!
Keine herkömmliche Tamponade zwingend notwendig!

 

Verbiegungen der Nasenscheidewand behindern die Nasenatmung. Sie können Folge früherer Nasenbeinbrüche, aber auch wachstumsbedingt sein. Durch die Veränderung der Luftströmung in der Nase treten zusätzlich oft Schwellungen der Nasenmuscheln der Gegenseite (!) zur bestehenden Nasenscheidewandverbiegung auf.

 

Die Folge ist eine weitere Beeinträchtigung der Nasenatmung, die zu Folgeerkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündungen Tubenmittelohrkatarrhen, Bronchialkatarrhen und ganz einfach zu Kopfschmerzen führen kann. Zur Behebung dieser Störungen hilft in der Regel nur eine operative Korrektur.

 

Der Eingriff wird zweckmäßigerweise in Vollnarkose ausgeführt; nur so lassen sich auch ohne Schmerzen in der Tiefe der Nase notwendige Korrekturen durchführen. Äußere Wunden entstehen nicht, da durch die Nasenlöcher hindurch in die Nase eingegangen wird. Dabei geht man unter die Schleimhäute und richtet die verbogenen knöchernen und knorpeligen Strukturen der Nasenscheidewand. Nur sparsam wird überflüssiges Knorpelmaterial entfernt und sogar an anderer Stelle in der Tiefe zum Neuaufbau wiederverwandt.

 

In der Regel werden bei diesem Eingriff auch vergrößerte Nasenmuscheln mitbehandelt (siehe auch die Verfahren APCT und LAT). So werden Schwellungen der Muscheln durch gezielt herbeigeführte Vernarbungen für die Zukunft unterdrückt.

 

Zur Stützung des neugerichteten Gerüstes der Nasenscheidewand und damit zur optimalen Verheilung haben sich sterilisierte , äußerst gewebeverträgliche Spezial-Silikon-Plättchen MIT BELÜFTUNGSKANÄLEN bewährt(sog. DOYLE-Schienen). Diese sind von außen nicht sichtbar, stören auch kaum, auch wenn sie für 4–6 Wochen verbleiben müssen, denn sie ermöglichen das weitere Luftholen durch die Nase! Die Entfernung derselben ist unproblematisch und schmerzlos in der Praxis durchführbar.

 

Eine klassische Tamponade ist im Regelfall nicht mehr vonnöten!

 

Komplikationen bei diesem Eingriff sind glücklicherweise selten. Insbesondere Nachblutungen ereignen sich fast nie, können dann aber mit einer Tamponade gestillt werden. Schmerzen werden im Allgemeinen nur in sehr geringem Ausmaß empfunden, meist nur als Druckempfindung am OP-Tag.

 

In der Regel bleibt die äußere Form der Nase unberührt - es sei denn, eine zusätzliche Naseneingangsplastik zur Verbesserung der Nasenatmung im Bereich der Nasenklappe/Nasenlöcher ist durchgeführt worden. Lediglich bei erheblichen Veränderungen im Bereich der knorpeligen Nasenscheidewand kann es durch notwendige Korrekturen und Knorpelentnahmen ausnahmsweise zu einer leichten Einsattelung am Nasenrücken kommen – manchmal aber auch durch spätere narbige Spannungsverschiebungen im Knochen-Knorpel-Bereich. Spätere Korrekturen sind dann natürlich möglich.

 

Ausnahmsweise kann sich auch einmal durch lokale Ernährungsstörungen im Verlaufe der Heilung ein Loch in der Nasenscheidewand bilden. Sollte dies dann zu Beschwerden führen, kann es operativ angegangen werden. Selten sind auch Riechstörungen, die ich aber noch nie als dauerhaft beobachten konnte. Häufig hingegen kommt es vorübergehend zu einer leichten Gefühlsminderung an den oberen Schneidezähnen bzw. knapp dahinter am Gaumen.

 

Bitte geben Sie auch darauf Acht, dass Sie in den ersten Monaten nach der Operation nirgendwo mit der Nase anstoßen! Es braucht schon sechs bis acht Wochen, bis die Strukturen wieder fest verwachsen und stabil sind.

 

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